Ausmaß des Landmine- und Blindgängerproblems
Quelle: Auswärtiges Amt 2004
Antipersonenminen töten und verletzen jedes Jahr weltweit - so Schätzungen - 15 bis 20.000 Menschen. Sie hindern die Bevölkerung an der Arbeit auf ihren Äckern, an der Nutzung von Wegen, Häusern, Wasserstellen etc. Wenige nicht geräumte Minen oder Kampfmittel können die Rückkehr tausender Flüchtlinge verhindern, wenn das vorhandene Straßennetz dadurch unsicher ist.
In 82 Ländern der Erde leiden Millionen Menschen unter Minen und Blindgängern, hauptsächlich Hinterlassenschaften aus Kriegen, Bürgerkriegen und sonstigen Konflikten. Diese gefährden nicht nur Leib und Leben, sie tragen auch dazu bei, dass Teile der Infrastruktur und oft große Landflächen der Nutzung entzogen werden. In vielen verminten Ländern finden Flüchtlingsbewegungen statt, bei denen die Landbevölkerung in Gebiete abwandert, die eine größere Sicherheit bieten, d.h. im allgemeinen in die Städte. Die Folge ist ein Anwachsen der Bevölkerung und der sozialen Probleme in den Ballungszentren.
Genaue Angaben über die weltweit verlegten Minen gibt es nicht, Schätzungen schwanken zwischen 60 und 100 Millionen. Bei den Minen in den am meisten gefährdeten Ländern handelt es sich fast ausschließlich um solche der ersten Generation mit Druck- oder Zugzündern, die überwiegend seit Jahren im Boden liegen und deren Funktion durch Korrosion unkalkulierbar geworden ist, was die Räumung weiter erschwert. Zu den von Minen ausgehenden Gefahren kommen die Belastung mit Kampfmittel ( UXO - unexploded ordnance ), hier insbesondere Blindgänger von Mörser- und Artelleriemunition oder von Bomben und Bomblets ( Clustermunition ).
Trotz internationaler Abkommen - insbesondere der OTTAWA-Konvention von 1997 zum Verbot Antipersonenminen - und Appelle werden jedes Jahr noch immer Minen neu verlegt. Erst seit kurzem übersteigt die Zahl der geräumten Minen die der neu hinzugekommenen.
Von Minen- und Kampfmittelproblem besonders betroffen sind Afrika, Asien, aber auch Europa, insbesonders die Länder des Balkan. Die Möglichkeiten, sich selbst zu helfen, sei es durch Räumprogramme von Nichtregierungsorganisationen ( NGO = Non-Goverment-Organization ), der Armee, anderer staatlicher Stellen oder privaten Firmen, sind in den vielen Fällen nur eingeschränkt gegeben. In etlichen Staaten haben die Vereinten Nationen die Verantwortung für Minenräumprogramme übernommen und koordinieren diese durch ihre Mine Action Centres.
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Auszug Meldung Auswärtiges Amt zum Thema "Humanes Minenräumen", Stand Januar 2004
Quelle: Auswärtiges Amt 2004
Antipersonenminen töten und verletzen jedes Jahr weltweit - so Schätzungen - 15 bis 20.000 Menschen. Sie hindern die Bevölkerung an der Arbeit auf ihren Äckern, an der Nutzung von Wegen, Häusern, Wasserstellen etc. Wenige nicht geräumte Minen oder Kampfmittel können die Rückkehr tausender Flüchtlinge verhindern, wenn das vorhandene Straßennetz dadurch unsicher ist.
In 82 Ländern der Erde leiden Millionen Menschen unter Minen und Blindgängern, hauptsächlich Hinterlassenschaften aus Kriegen, Bürgerkriegen und sonstigen Konflikten. Diese gefährden nicht nur Leib und Leben, sie tragen auch dazu bei, dass Teile der Infrastruktur und oft große Landflächen der Nutzung entzogen werden. In vielen verminten Ländern finden Flüchtlingsbewegungen statt, bei denen die Landbevölkerung in Gebiete abwandert, die eine größere Sicherheit bieten, d.h. im allgemeinen in die Städte. Die Folge ist ein Anwachsen der Bevölkerung und der sozialen Probleme in den Ballungszentren.
Genaue Angaben über die weltweit verlegten Minen gibt es nicht, Schätzungen schwanken zwischen 60 und 100 Millionen. Bei den Minen in den am meisten gefährdeten Ländern handelt es sich fast ausschließlich um solche der ersten Generation mit Druck- oder Zugzündern, die überwiegend seit Jahren im Boden liegen und deren Funktion durch Korrosion unkalkulierbar geworden ist, was die Räumung weiter erschwert. Zu den von Minen ausgehenden Gefahren kommen die Belastung mit Kampfmittel ( UXO - unexploded ordnance ), hier insbesondere Blindgänger von Mörser- und Artelleriemunition oder von Bomben und Bomblets ( Clustermunition ).
Trotz internationaler Abkommen - insbesondere der OTTAWA-Konvention von 1997 zum Verbot Antipersonenminen - und Appelle werden jedes Jahr noch immer Minen neu verlegt. Erst seit kurzem übersteigt die Zahl der geräumten Minen die der neu hinzugekommenen.
Von Minen- und Kampfmittelproblem besonders betroffen sind Afrika, Asien, aber auch Europa, insbesonders die Länder des Balkan. Die Möglichkeiten, sich selbst zu helfen, sei es durch Räumprogramme von Nichtregierungsorganisationen ( NGO = Non-Goverment-Organization ), der Armee, anderer staatlicher Stellen oder privaten Firmen, sind in den vielen Fällen nur eingeschränkt gegeben. In etlichen Staaten haben die Vereinten Nationen die Verantwortung für Minenräumprogramme übernommen und koordinieren diese durch ihre Mine Action Centres.
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Auszug Meldung Auswärtiges Amt zum Thema "Humanes Minenräumen", Stand Januar 2004
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